sexta-feira, 11 de janeiro de 2013


Das neue Jahr hat kaum begonnen, und schon habe ich es amtlich: ich bin ein „ Idoso „, kurz auf Deutsch ausgedrückt ein Alter. Dies hängt damit zusammen, dass es in São Paulo immer weniger Parkplätze gibt und man deshalb schon lange besondere Plätze für Behinderte, aber auch für Menschen über sechzig reserviert. Nur um diese rechtmäßig zu benutzen, muss man sich vom Verkehrsamt einen Ausweis erstellen lassen, den man dann beim Parken sichtbar auslegt. Darauf steht dann in großen Buchstaben – Idoso -. Also gehöre ich nun auch dazu. Beim Parken mag das noch angenehm sein, aber wenn man immer wieder diesen plastifizierten Ausweis anschaut, und der einen höhnisch anlacht, als würde er sagen: na Du Alter, dann ist dies nicht unbedingt lustig. Man wird dann höchstens dadurch kompensiert, dass man mit dieser Altersgruppe in Brasilien eine ganze Menge Vorteile hat, von den ermäßigten Eintrittspreisen in Konzerten, Theater und Kino, bis zu freier Busbenützung. Was mir aber selbst am meisten gelegen kommt, an den Flughäfen Brasiliens muss man sich nicht mehr in die langen Warteschlangen einreihen, weil es dort auch eine Sonderbehandlung für die Älteren gibt. Sowohl beim Einchecken, als auch bei der Gepäck und Passkontrolle.

Als ich dieser Tage in Deutschland bei einem Museumsbesuch vorsichtig nach einem billigeren Eintrittspreis nachfragte, schaute mich die Kassiererin verständnislos an. So etwas kenne man nicht und schaute vielsagend auf die lange Warteschlange – fast nur „ Idosos „. Wo käme auch Deutschland hin, wenn es seinen Älteren außer der Rentenzahlung auch noch sonst Vergünstigen einräumen müsste, das wäre bei der Menge von über sechzigjährigen sicher nicht mehr bezahlbar. Irgendwann kommt Brasilien da auch mal hin.

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